Bereits zum zweiten Mal luden die Berliner Stadtgüter zum Obstbaumschnittseminar mit dem „Obstbäumerich“. Der zertifizierte Obstgehölzpfleger und Obstwiesen-Pädagoge Konstantin Schroth gab einen fundierten Einblick in die Kunst des Obstbaumschnitts und vermittelte neben theoretischem auch viel praktisches Wissen. „Einfach was abschneiden können andere“, so die Maxime von Schroth.
Eine sorgfältige, konzeptionelle Baumpflege berücksichtigt hingegen u. a. Obstart, Jahreszeit, Alter, Verfassung und Aufgabe der Bäume.
Im Heuzelt der Interessengemeinschaft Schäferei Rüdersdorf e. V., Kooperationspartner der Veranstaltung, fand der theoretische Teil des Seminars statt. Bei leichtem Nieselregen ein angenehm trockener und warmer Ort zum Lernen und Austauschen. Danach konnte das Gelernte an Stadtgüterbäumen in die Praxis umgesetzt werden. Begleitet wurden die Wissbegierigen dabei von der Rüdersdorfer Vereinsherde aus Schafen und Ziegen. Zum großen Erfolg des Seminars trug sicherlich auch die gute Verpflegung bei. Kesselgulasch und Cowboykaffee wurden auf offenem Herd zubereitet und schmeckten köstlich. „Wetter egal, solange das Essen stimmt!“, so das Fazit eines der rund 20 Teilnehmenden.


Obstbäume gehören zum historischen Erbe der Berliner Stadtgüter. Sie wurden traditionell zwischen den Rieselfeldtafeln gepflanzt und versorgten die Güter mit Äpfel und Birnen. In den letzten 25 Jahren hat die BERLINER STADTGÜTER GmbH mehrere tausend Obstbäume im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gepflanzt. Diese wertvollen Habitate gehören als charakteristisches Nutzungs-, Kultur- und Landschaftselement insbesondere zu den ehemaligen Rieselfeldern.
Auch bei der Verwendung von alten und robusten Sorten brauchen Obstbäume über viele Jahre eine intensive Zuwendung.
Wesentlicher Bestandteil dieser Pflege ist ein fachgerechter Schnitt – ein anspruchsvolles und komplexes Handwerk.
Fotos: BERLINER STADTGÜTER GmbH

