Gemeinsam mit Ziegen und Schafen behutsam eine Landschaft entwickeln
Die ehemaligen Rieselfelder dienten der Stadt Berlin bis ins späte 20. Jahrhundert zur Abwasserentsorgung. Historisch bedingt sind die Grünlandflächen wenig abwechslungsreich. Die Berliner Stadtgüter arbeiten seit 2022 daran, die Landschaft strukturreicher zu gestalten. Ein wichtiges Ziel ist die Etablierung einer extensiven Grünlandnutzung. Dabei sollen die floristische Artenvielfalt und die Insektenvielfalt erhöht sowie der Wiesenbrüterschutz ausgebaut werden. In den letzten Jahren wurden Hecken, eine Streuobstwiese. Hochstämme und Obstbäume gepflanzt. Eidechsen- und Vogelhabitate wurden angelegt, eine weitere Streuobstwiese ist in Planung. Hier brütet zum Beispiel die Dorngrasmücke, im Sommer blüht die Grasnelke.
Eine Besonderheit des Flächenpools ist die Beweidung mit Ziegen und Schafen. Flächen, die durch diese Tiere gepflegt werden, sind durch Tritt und Verbiss der Tiere besonders gut gefestigt. So sind die Böden vor Erosion durch Wind und Wasser geschützt. Das auf diese Art gepflegte Grünland produziert Sauerstoff, entzieht der Atmosphäre CO2 und sorgt auf diese Weise für den immer wichtiger werdenden Klimaschutz. Von den Hinterlassenschaften der Schafe profitieren Insekten, die wiederum auf dem Speiseplan von Zauneidechsen und Vögeln stehen. Ein perfekter Nahrungskreislauf.
Sie sind Vorhabenträger:in und interessieren sich für unser Angebot? Detaillierte Informationen über die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen hier im Flyer.
Obstbaum
Obstbäume locken mit Blüten und Früchten. Wir pflanzen alte Obstsorten, um selten gewordene, historische Kultursorten zu erhalten.
Grasnelke
Im Sommer blüht hier ein Meer von Grasnelken. Trockene Rasen und Wiesen sind artenreiche Lebensräume, auf die viele seltene Tiere und Pflanzen spezialisiert sind.
Greifvogel
Greifvögel bauen ihre Horste in hohen Bäumen. Wir schützen alte Bäume, pflanzen neue Eichen und helfen Greifvögeln mit Ansitzwarten bei der Jagd. Damit verringern wir Schäden an neu gepflanzten Gehölzen durch Wühlmäuse.
Totholz
Tote Bäume lassen wir stehen, denn sie sind Biotop für Spechte, Käfer, Fledermäuse und Wildbienen.
Zauneidechse
Zauneidechsen brauchen Versteckmöglichkeiten, aber auch offene, sandige Flächen zur Eiablage.
Hecken
Wir pflanzen und pflegen heimische Hecken, denn sie sind Mikroklimawunder und wichtiger Lebensraum für Singvögel und weitere Tierarten.
Wiese
Wiesen prägen unsere Kulturlandschaft. Durch die Einsaat von Saatgut, das zuvor auf artenreichen und blütenreichen Wiesen der Umgebung gesammelt wurde, schaffen wir beste Voraussetzungen für bunte Abwechslung.
Maßnahmen im Überblick
- Pflanzung von Hecken (ca. 530 m)
- Pflanzung von Wildobstreihen (ca. 2,1 km)
- Anlage einer Streuobstwiese (ca. 5.300 m²)
- Entwicklung artenreicher Wiesen
- Spezifische Beweidungs- und Mahdkonzepte
- Artenschutzmaßnahmen