Juli 2026

Informationstour mit dem Aufsichtsrat

Einmal im Jahr gehen die Berliner Stadtgüter mit ihrem Aufsichtsrat auf Tour. Bei der Informationsfahrt stehen ausgewählte Flächen und Projekte im Mittelpunkt. Ebenso wichtig ist der direkte Austausch mit Führungsteam, Partner:innen und Pächter:innen. Im Juni 2026 führte die Route auf Stadtgüterflächen südlich von Berlin.

Katrin Stary, Geschäftsführerin der Berliner Stadtgüter GmbH, begrüßte die Gruppe im über 100jährigen Gutshof Kleinziethen. Seit 2019 werden die historischen Gebäude behutsam saniert und an zeitgemäße Anforderungen angepasst. Mit rund 30 Unternehmen und Kleinbetrieben ist der Standort heute voll vermietet.

Der Aufsichtsrat begleitet die Entwicklung seit Jahren aufmerksam und konnte sich nun erneut ein Bild von den Fortschritten machen.

Anja Becker, Portfoliomanagerin der Berliner Stadtgüter, stellte Ideen für eine Entwicklung der Fläche mittels Bebauungsplanverfahren vor. Die bestehende kleinteilige Gewerbestruktur soll gesichert, und zugleich neues Entwicklungspotenzial erschlossen werden – dringend gefragt in Schönefeld, einem der dynamischsten Gewerbestandorte im Berliner Umland.

 

Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Mitarbeitende sowie Katrin Stary, Geschäftsführerin der Berliner Stadtgüter GmbH und einen weiteren Mitarbeiter der Berliner Stadtgüter im Gutshof Gewerberhof Kleinziethen.

Nur wenige Minuten entfernt, in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER), entsteht eines der größten deutschen Agri-Photovoltaikprojekte mit Ackerbau. Auf rund 70 Hektar Stadtgüterflächen verbindet das Leuchtturmprojekt nachhaltige Energieerzeugung mit Ökolandbau, Biodiversitätsmaßnahmen und Begleitforschung. Mit der ersten Agri-PV-Anlage der Berliner Stadtgüter hat das Berliner Landesunternehmen Neuland betreten. Thomas K. Müller, Bereichsleiter Vermietung und Verpachtung, skizzierte die Entwicklung von der Idee zur Umsetzung. Die Photovoltaik-Anlage der Kooperationspartnerin, der Elysium Solar GmbH, wird zukünftig ungefähr 16.500 Haushalte mit grünem Strom versorgen. Richard Härtel, COO von Elysium, erläuterte vor Ort technische Besonderheiten wie weite Reihenabstände und nachgeführte Solarmodule. Der Brandenburger Landwirt und Stadtgüter-Pächter Sven Geelhaar, Landgut Geelhaar, erklärte, wie die Fläche auf Biolandbau umgestellt wird und warum er Agri-PV als Chance begreift. Prof. Dr. Klaus Müller, Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), gab Einblicke in die auf der Fläche geplante Forschung.

Zur Mittagszeit kehrte die Gruppe im Spargelgut Diedersdorf bei Großbeeren ein. Der Familienbetrieb ist seit über 30 Jahren Pächter der Berliner Stadtgüter. Geschäftsführer Marc Hoffmann berichtete bei Spargel und Kartoffeln aus der Praxis. Der Klimawandel setzt den Brandenburger Feldanbau von Spargel und Erdbeeren unter Druck – auch das eines der Themen des offenen Austauschs.

Den Abschluss bildete ein ausgedehnter Spaziergang über einen Flächenpool auf den ehemaligen Rieselfeldern in Ragow-Deutsch Wusterhausen. Auf rund 370 Hektar werden hier vielfältige Kompensationsmaßnahmen geplant, umgesetzt und gepflegt. Daniela Kurtzmann, Bereichsleiterin Natur und Umwelt, erläuterte die Maßnahmen und ging auf aktuelle Herausforderungen ein. Informationen zur Ausübung der Jagd auf Stadtgüterflächen, die unter anderem ein wichtiges Instrument zur Förderung der Biodiversität ist, rundeten die Besichtigung ab.

Die Berliner Stadtgüter danken den Aufsichtsrät:innen und ihren Mitarbeitenden für das große Interesse und den wertvollen Austausch.

Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Mitarbeitende sowie Katrin Stary, Geschäftsführerin der Berliner Stadtgüter GmbH und weitere Mitarbeitende der Berliner Stadtgüter auf den ehemaligen Rieselfeldern in Ragow-Deutsch Wusterhausen.
Das Gruppenfoto zeigt Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Mitarbeitenden sowie Katrin Stary, die Geschäftsführerin der Berliner Stadtgüter GmbH.