Von der Landwirtschaft zum Gewerbehof
Geschichte:
Der ehemalige Gutshof Sputendorf liegt zentral im Ortskern von Sputendorf, einem historischen, mittelmärkischen Angerdorf. Die Berliner Stadtgüter erwarben das Gut um 1890. Die Flächen dienten sowohl der Abwasserverrieselung als auch der Landwirtschaft und Viehzucht. Zwischen 1923 und 1940 war das Gut verpachtet. Unter dem letzten Pächter, Georg Schade (21.04.1871 – 31.12.1945), entwickelte sich das Gut zu einem Zentrum der Schweinezucht. Nach 1945 blieb der Betrieb ein wichtiger Standort für Viehzucht und Milchproduktion und wurde als Volkseigenes Gut (VEG) weitergeführt. In den 1960er-Jahren erfolgte die Eingliederung in die Bezirksdirektion Volkseigener Güter (BD-VEG). Nach der Wende wurde die landwirtschaftliche Nutzung schrittweise eingestellt; der Betrieb ging schließlich wieder in den Besitz der Berliner Stadtgüter über.
Heute:
Das Gut ist heute Eigentum der Berliner Stadtgüter GmbH. Von den historischen Gebäuden aus den 1890er-Jahren sind einige erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Dazu zählen das 1897 errichtete Verwalterhaus mit einer Fassade aus gelben Ziegeln, ein Werkstattkomplex und ein Speicher bzw. Futterlager. Die Stadtgüter vermieten die Gebäude an Handwerks- und Gewerbebetriebe. In den kommenden Jahren planen die Stadtgüter, das Areal zu entwickeln.