Rückblick: Freiwilliges Ökologisches Jahr bei den Berliner Stadtgütern
Seit 2007 bietet die Berliner Stadtgüter GmbH jährlich ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Bereich „Umwelt und Natur“ an. Kurz vor dem Abschluss seines Freiwilligendienstes blickt unser aktueller FÖJler zurück auf seine Zeit bei den Stadtgütern:
„Ich bin Hugo Voß und mache aktuell mein FÖJ bei den Berliner Stadtgütern. Begonnen habe ich im Anfang September 2025, fertig bin ich Ende August 2026. Hierbei unterstütze ich vor allem den N-Bereich, der für Natur und Umwelt zuständig ist und helfe bei verschiedensten Tätigkeiten der Mitarbeiter aus. Das FÖJ bei den Berliner Stadtgütern ist wirklich sehr vielfältig und bietet viele Bereiche, in denen man sich engagieren kann. Der Außendienst gefällt mir am besten. Hier reicht die Arbeit von Verkehrssicherung bis zur Arbeit mit Tieren und ich kann bei vielen praktischen Tätigkeiten mit anpacken.
Die Verkehrssicherung ist einer der Hauptbereiche meines FÖJs.
Ich kontrolliere zum Beispiel, ob Bäume gesund oder von Schädlingen befallen sind, ob es Totholz oder Rindenschäden gibt.
Dazu sind wir verpflichtet, da wir auf und neben unseren Flächen auch öffentliche Wege und Straßen haben und dafür haften, wenn jemand durch einen abfallenden Ast oder ähnliches etwas zustößt bzw. generell ein Schaden entsteht.
Eine weitere Aufgabe ist es, die Flächen abzufahren und mit unseren Geoinformationssystemen (GIS) abzugleichen. Wir prüfen, ob alle Flächen richtig hinterlegt sind. Außerdem kontrollieren und betreuen wir Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf unseren Flächen.
Hin und wieder bin ich mit dabei, wenn Flächenbegehungen stattfinden und wir mit potenziellen Pächtern auf die Flächen gehen, um zu schauen, ob das, was sie sich dort vorgestellt haben, auch wirklich umsetzbar ist. Gerade im Außendienst kommt jeden Tag etwas Neues auf mich zu, vom Baumschnitt bis zur Erfassung einer Fläche mit der Drohne. Im Büro arbeite ich überwiegend mit Excelltabellen oder in unseren GIS-Systemen, wo alle unsere Flächen mit jeglichen Daten, die wir dazu besitzen, hinterlegt sind.
Jeder FÖJler ist dazu aufgefordert ein Jahresprojekt zu machen, was er sich selbst wählen kann.
Ich arbeite an einer wissenschaftlichen Arbeit zu Zuchtböcken von Merinolandschafen. Das hat sich spontan ergeben. Nach dem Tod eines unserer Pächter, eines Schäfers, konnte ich Zuchtbescheinigungen von seinen Merinolandschafen über einen Zeitraum von 30 Jahren einsehen. Anhand dieser Bescheinigungen werte ich die genetischen Voraussetzungen aus, auf welche der Schäfer beim Kauf seiner Böcke besonderes Augenmerk gelegt hat.
Grundsätzlich helfe ich allen Mitarbeitern unseres Bereiches, wenn sie mich darum bitten. So haben auch alle ein wenig ein Auge darauf, dass ich zwar immer etwas zu tun habe, jedoch auch nicht überfordert bin. Ich werde auch zu vielen Außendiensten mitgenommen. Die Mitarbeiter in meinem Bereich sind alle super freundlich und hilfsbereit, so bin ich jederzeit gerne eingeladen nachzufragen und kann um Hilfe bitten, wenn ich Probleme habe.“
Die nächste FÖJ-Runde 2026/2027 startet am 1. September 2026. Das FÖJ richtet sich an alle jungen Menschen, die nicht mehr schulpflichtig und noch keine 27 Jahre alt sind. Zur Auswahl stehen über 160 Einsatzmöglichkeiten, darunter die Berliner Stadtgüter. Weitere Infos bei der Stiftung Naturschutz Berlin.