Ein starkes Team für Berlin und Brandenburg
Zum Team zählen rund 65 interdisziplinäre Mitarbeiter:innen, Auszubildende und Studierende sowie ein Diensthund.
Aktuelle Stellenangebote der Berliner Stadtgüter finden Sie im Bewerbungsportal:
Bewerbungsportal des externen Dienstleisters
concludis GmbH, Auenweg 3, 50679 Köln.
Die Berliner Stadtgüter bilden Immobilienkaufleute aus. Informationen zur Ausbildung haben wir hier zusammengestellt.
Unsere Mitarbeiter:innen sind uns wichtig
Gleitende Arbeitszeit & Telearbeit (hybrides Arbeiten)
Haustarifvertrag mit vielen attraktiven Vorteilen
Moderner, barrierearmer Arbeitsplatz
BVG Deutschlandticket Job
Fort- & Weiterbildungsangebote
Modernes Büro mit „Marktplatz" für Pausen, Austausch, Veranstaltungen
Zentral gelegen, gute ÖPNV-Anbindung, Radboxen
Mitgliedschaft bei Urban Sports-Firmenfitness
Stadtgüter-Mitarbeiter:innen geben Auskunft
Immobilienwirtinnen, Förster, Landschaftsplanerinnen, Geografen – bei uns kommen unterschiedliche Berufe und Themenfelder zusammen
„Ich schätze die Vielseitigkeit des Jobs.“Astrid Vertragsmanagerin
Astrid arbeitet seit 1986 bei den Berliner Stadtgütern.
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Ich habe an der Humboldt-Universität zu Berlin Tierproduktion studiert. Eigentlich hatte ich eine Delegierung für einen Betrieb in der Uckermark. Da wollte ich aber nicht hin. Nach dem Studium habe ich mich dann beim Gutsleiter vom Stadtgut Birkholz beworben. Die Arbeit dort interessierte mich, vor allem wegen der vielfältigen Tierhaltung. Und es klappte. Ich konnte in Birkholz anfangen, als Ausbilder in der Milchwirtschaft, später war ich Anlagenleiter einer Schweinezuchtanlage. Seitdem habe ich, mit Ausnahme der kaufmännischen Abteilung, in jedem Bereich der Stadtgüter gearbeitet.
Heute bist du Mitarbeiterin im Bereich Vermietung und Verpachtung. Was sind deine Aufgaben?
Ich bearbeite alle Vertragsarten, die bei uns im Bereich angeboten werden. Also normale Pachtverträge, Gewerbe, Freizeitgrundstücke, Landwirtschaft. Ich betreue ungefähr 650 Pachtverträge. Meine Arbeit ist sehr vielfältig, was die Verträge angeht. Mich interessieren aber auch die Menschen mit ihren Biografien und Geschichten, die hinter diesen Verträgen stehen. Das macht den Job auch so toll. Ich betreue Erholungsgrundstücke, Pferdehöfe, Handwerker und Gewerbetreibende, Pächter mit Hobby- oder Nebenerwerbslandwirtschaft und große professionelle Landwirte. Da ich aus der Landwirtschaft komme, freue ich mich jedes Mal darüber, gerade mit den landwirtschaftlichen Pächtern auch über landwirtschaftliche Themen sprechen zu können.
Wie sieht eine Arbeitswoche bei dir aus?
Wir haben den Luxus, dass wir zu einem großen Teil Herr unseres Kalenders sind, unsere Aufgaben also selbst einteilen können. Wir entscheiden, wann wir am Schreibtisch arbeiten und wann wir draußen unterwegs sind. Die von mir betreuten Flächen liegen zum größten Teil südlich von Berlin, einige sind aber auch an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Das ist ein großes Areal von Großbeeren/Ludwigsfelde bis Kyritz/Neustadt (Dosse). Bei den Außenterminen geht es darum, die Pachtsachen zu besichtigen und zu kontrollieren oder vor einer Neuverpachtung in einen verpachtbaren Zustand zu bringen. Meine Hauptarbeit ist allerdings im Büro.
Die Berliner Stadtgüter haben einen Betriebsrat. Du bist seit 1992 Mitglied, mit einer kurzen Unterbrechung. Warum engagierst du dich an dieser Stelle?
Mir lagen die Mitarbeiter und ein faires Miteinander schon immer am Herzen. Ein gutes Arbeitsklima ist das A und O im Unternehmen. Ich habe gelernt, dass man sich für bessere Arbeitsbedingungen engagieren muss und es ist mir wichtig, das Miteinander und den Betrieb mitzugestalten. Der Betriebsrat bietet dafür viele Möglichkeiten.
Wer so lange bei einem Unternehmen arbeitet, weiß, warum. Was schätzt du an deiner Arbeit bei den Stadtgütern?
Ich schätze die Vielseitigkeit des Jobs. Die Geschichte und die Aufgaben der Stadtgüter faszinieren mich – bis heute. Ich kenne viele der Kollegen seit Jahrzehnten, das verbindet. Ich habe fast alle Bereiche sehr gut kennengelernt und so einen fantastischen Einblick in die Arbeit der Berliner Stadtgüter erhalten. Als Gewerkschaftsmitglied und Betriebsrat haben mich auch die politischen Aspekte des Unternehmens interessiert. Das alles hat zu einer tiefen Verbundenheit mit den Stadtgütern geführt.
„Ich genieße die Abwechslung.“Christina Vertragsmanagerin Landschaftsplanung
Christina arbeitet im Bereich Natur und Umwelt.
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Das war 2003. In dem Büro, in dem ich damals arbeitete, habe ich keine Zukunft für mich gesehen. Meine Initiativbewerbung bei den Stadtgütern war erfolgreich und ich habe erst einmal eine Schwangerschaftsvertretung übernommen.
Hast du gleich im Bereich der Kompensationsmaßnahmen gearbeitet?
Ja. Das Geschäftsfeld der Kompensationsmaßnahmen war zu dieser Zeit langsam angelaufen, die ersten Verträge waren 1995 abgeschlossen worden. Nach der Rückkehr der Kollegin aus der Elternzeit bin ich geblieben. Mit einem kleinen Team haben wir den Bereich aufgebaut und erweitert. Und er wächst bis heute.
Du bist Ingenieurin für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung. Was sind deine Aufgaben?
Ein Schwerpunkt meiner Aufgaben ist die von unseren Planerinnen abgestimmten Kompensationsmaßnahmen in einem Vertrag mit dem Vorhabenträger so festzuschreiben, dass die Maßnahmen langfristig gesichert sind und die Anforderungen des Vertragspartners Berücksichtigung finden. Diesen Vertrag betreue ich über die gesamte Laufzeit von 25 Jahren. Zu meinen Aufgaben zählen u. a. die Verwaltung und Betreuung der Verträge sowie das Vertragscontrolling.
Das sind sehr komplexe Verträge, die sich außerdem von Projekt zu Projekt unterscheiden. Genau dein Ding?
Absolut. Ich mache diesen Job, weil ich die Abwechslung genieße. Jeder Fall bringt eine andere Problemstellung und andere Anforderungen mit sich. Daraus ein passendes Konzept zu entwickeln, mit dem sich beide Vertragspartner gut fühlen und durch das sie 25 Jahre lang zusammenarbeiten können, finde ich total schön. Auch die Landwirte, die die Maßnahmen teilweise umsetzen, müssen mit ihren Anforderungen berücksichtigt werden. Bei Artenschutzmaßnahmen sind die Anforderungen oft sehr komplex und besonders hoch. All das spiegelt sich in den Verträgen wider, jeder ist anders.
Was macht dieses Geschäftsfeld bei den Stadtgütern so besonders?
Das Besondere bei uns ist, dass alles in einer Hand liegt. Wir sind der Grundstückseigentümer, Hersteller und langfristige Pfleger der Maßnahmen. Das heißt, der Vorhabenträger muss die Fläche nicht kaufen, sie bleibt bei uns. Wir planen die Maßnahmen bzw. unterstützen den Vertragspartner bei der Planung, haben die Kontakte zu den Naturschutzbehörden und kümmern uns um die langfristige Pflege. Das machen wir, um zu gewährleisten, dass die Maßnahmen wirklich gut umgesetzt und gepflegt werden. Wir wollen ordentliche Maßnahmen auf unseren Flächen haben.
Wir nutzen Kompensationsmaßnahmen zur ökologischen Aufwertung unserer Flächen. Deswegen haben wir ein großes Interesse an der Qualität der Maßnahmen und entwickeln uns stetig weiter. Wir arbeiten mit Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen und lassen uns auch von Sachverständigen beraten.
Es ist nicht nur ein hochkomplexer, sondern auch ein dynamischer Arbeitsbereich?
Ja. Die Arbeit ist abwechslungsreich und immer wieder spannend. Wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden, lassen wir sie in unsere Arbeit einfließen. Ich mache den Job seit über 20 Jahren gerne. Ein Grund dafür ist die große Vielfalt der Maßnahmen. Unser Spektrum hat sich kontinuierlich erweitert, von Hochstamm- und Gehölzpflanzungen über standortangepasste Offenlandpflegen bis hin zu diversen Artenschutzmaßnahmen, um nur einige zu nennen.
Das Team, in dem ich arbeite, ist sehr neugierig und offen. Alle sind interessiert daran, sich neue Bereiche zu erschließen und Dinge zu hinterfragen. Die Umsetzung der Maßnahmen ist Teamarbeit, niemand macht das allein. Es gibt Mitarbeitende, die planen, andere, die Verträge machen und wieder andere, die sie umsetzen. Das funktioniert Hand in Hand.
„Diese Mischung aus Immobilien und Nachhaltigkeit hat mich sehr angesprochen.“Szymon Auszubildender
Szymon erzählt vom ersten Ausbildungsjahr bei uns.
Warum hast du dich für eine Ausbildung bei den Berliner Stadtgütern entschieden?
Die Berliner Stadtgüter kümmern sich nicht nur um die Verwaltung von Flächen rund um Berlin, sondern haben auch eine starke Verbindung zur Natur. Mich hat die Kombination aus Büroarbeit und Umweltarbeit interessiert. Diese Mischung aus Immobilien und Nachhaltigkeit hat mich sehr angesprochen.
Wie war das erste Ausbildungsjahr?
Es war wirklich abwechslungsreich und hat meine Erwartungen übertroffen. Ich bin mit viel Aufregung gestartet und dachte zunächst, dass mich hauptsächlich Papierkram und Schreibtischarbeit erwarten würden. Aber es war viel mehr! Ich konnte von Anfang an in viele verschiedene Bereiche hineinschnuppern. Ich habe im Bereich Vermietung und Verpachtung gearbeitet, im kaufmännischen Bereich und im Bereich Natur und Umwelt. Besonders cool fand ich die Kombination aus Arbeit im Büro und draußen in der Natur.
Was macht dir am meisten Spaß?
Die Abwechslung. Ob ich im Vertragsbereich arbeite und dabei lerne, wie komplex Verträge wirklich sind, oder raus ins Grüne gehe, um bei Projekten mitzuhelfen — es bleibt immer spannend. Die Mischung aus kaufmännischer Arbeit und Natur finde ich einfach perfekt.
Was hat dich überrascht?
Wie vielfältig die Arbeit in der Immobilienbranche ist. Ich hatte anfangs nicht erwartet, dass es so viele verschiedene Aufgabenbereiche gibt, von der kaufmännischen Verwaltung über rechtliche Themen bis hin zu Projektentwicklung und nachhaltiger Flächennutzung.
Hast du dir für die kommenden beiden Jahre etwas vorgenommen?
Ja, in den nächsten beiden Jahren möchte ich meine Fähigkeiten im Bereich Vertrags- und Projektmanagement weiter ausbauen. Am Ende meiner Ausbildung hoffe ich, gut vorbereitet zu sein, um weiter in der Immobilienbranche Fuß zu fassen.
„Ich kann in meinem Bereich neben Strategien auch Visionen entwickeln.“Anja Portfoliomanagerin
Anja ist seit 2022 im Bereich Liegenschaften tätig.
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Ich bin Diplom-Ingenieurin für Architektur und habe jahrelang in der nationalen und internationalen Immobilienbewertung gearbeitet. Ich habe u. a. für Banken, Versicherungen und Aktiengesellschaften große Portfolios bewertet und mich mit meinem Team vor allem auf Wohnobjekte spezialisiert. Dann war Zeit für Neues. Ich wollte wieder abwechslungsreicher arbeiten, sehen, wie sich Portfolios entwickeln und suchte nach einer Alternative. Die Berliner Stadtgüter kannte ich von Spaziergängen im Umland, wo ich immer wieder auf Projekte der Stadtgüter oder Infoschilder stieß. Ich bin aus Brandenburg und lebe seit Jahrzehnten in Berlin. Dass die Berliner Stadtgüter beides verbinden, passt sehr gut zu mir.
Was sind deine Aufgaben?
Das sind insbesondere das Asset Management, also die Strategieumsetzung im Bestand mittels zum Beispiel Leerstands- und Betriebskostenreduzierung und das Baumanagement. Letzteres ist bei den Stadtgütern besonders spannend. Viele der über 300 Gebäude in unserem Bestand haben eine lange Geschichte und es ist eine Herausforderung, die historischen Gebäude zu modernen, marktfähigen Objekten zu entwickeln. Mir obliegen im Wesentlichen der Überblick und die Wirtschaftlichkeit bei Flächennutzungsänderungen und Akquisition oder Devestition, also bei Zukäufen und – sehr, sehr selten – Verkäufen. Die Bestandsdokumentation sowie Maßnahmenkontrolle und Strategieüberprüfung sind ebenfalls Teil meines Jobs. Ich arbeite viel am Schreibtisch, sammle und analysiere Daten, koordiniere den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.
Die Berliner Stadtgüter sind sicherlich eines der ungewöhnlichsten Immobilienunternehmen Berlins. Was bedeutet das für deine Arbeit?
Ja, die Stadtgüter sind speziell. Aufgrund ihrer Geschichte, der besonderen Gebäude und Flächen. Aber auch, weil wir ein Landesunternehmen sind und bei wichtigen Entscheidungen in Abstimmung mit Aufsichtsrat und Berliner Senat agieren. Fundament unserer Arbeit ist der Gesellschaftsvertrag. Der legt u. a. fest, dass unser Flächenmanagement ökologische, wirtschaftliche und landschaftskulturelle Aspekte berücksichtigen muss. Ich arbeite mit allen Unternehmensbereichen zusammen, also auch mit dem Bereich Vermietung und Verpachtung oder dem Bereich Umwelt und Natur. Das ist sehr spannend. Flächen sind eine begrenzte Ressource. Das bedeutet häufig, dass es Konkurrenzen um die Nutzungen gibt. Das gilt überall und selbstverständlich treffen auch bei uns unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Es ist also nie langweilig.
Was hat dich überrascht?
Als ich anfing, wurde ich vorgewarnt, dass die Arbeit sehr vielseitig sei. Sie ist aber noch vielfältiger und auch umfangreicher, als ich erwartet habe. Was mir sehr gefällt: hier arbeiten Menschen, die schon seit Jahrzehnten mit an Bord sind, die jeden Stein, jede Fläche draußen kennen. Es gibt so viel Wissen und Erfahrung, auf die wir zurückgreifen können. Ich hoffe, dass wir diesen Schatz auch in die digitale Welt überführen können.
Was schätzt du an deiner Arbeit bei den Stadtgütern?
Ich kann in meinem Bereich neben Strategien auch Visionen entwickeln. Das ist mir wichtig. Mir gefällt die Vielseitigkeit und auch die Aktualität der Themen, wo hat es das sonst? Ich lerne hier beinahe täglich dazu, wenn es zum Beispiel um Landwirtschaft, erneuerbare Energien oder auch den Artenschutz geht. Mit Eidechsenhabitaten hatte ich in meiner bisherigen Berufstätigkeit wirklich noch nie zu tun. Oder das Thema der Moorböden, das ist so aktuell, hier gibt es kontinuierlich neue Erkenntnisse. Ich schätze die flachen Hierarchien, die „grünen“ Themen, den Mix aus älteren und jungen Leuten. Es gibt Angebote für die Mitarbeiter:innen wie Sport oder Exkursionen zu unseren Flächen und Pächter:innen. Es ist gerade einiges im Umbau, ganz buchstäblich, weil wir in neue Räume ziehen, aber auch im übertragenen Sinne, zum Beispiel im Hinblick auf die Digitalisierung. Das sind alles Herausforderungen, klar, aber eben auch große Chancen.
„Jeder Tag ist anders.“Moritz IT-Administrator
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Ich habe hier 2010 meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration gemacht und bin danach direkt in eine Festanstellung gewechselt. Der für die IT-Administration zuständige Kollege ging kurz darauf in Rente, sodass ich schon nach kurzer Zeit alleine den gesamten IT-Sektor des Unternehmens betreut und geführt habe. Das wurde eine sehr aufregende Dekade als „Ein-Mann-Armee“, die jetzt aber Geschichte ist. Letztes Jahr kam ein zweiter Kollege dazu, heute sind wir ein Team von drei Mitarbeitern.
Was sind deine Aufgaben?
Zu meinen Aufgaben gehört die Betreuung der gesamten IT-Infrastruktur. Aber auch das SAP-System, das Customizing, der Support für die Kollegen mit einer Art Ticket-System. Ich bin darüber hinaus bei sehr vielen weiteren Projekten mit an Bord.
Was ist das Besondere an der Arbeit bei den Stadtgütern?
Wir haben sehr viele verschiedene Geschäftsfelder und Projekte. Das bedeutet, dass wir Woche für Woche mit unterschiedlichsten Themen zu tun haben. Wir haben zum Beispiel vor kurzem eine Drohne angeschafft, um unsere Flächen auch aus der Luft monitoren zu können. Welche Drohne, welche Software verwenden wir – das sind dann ganz neue Anforderungen und Fragen. Diese sehr unterschiedlichen Projekte mit ihren ganz eigenen Herausforderungen machen meine Arbeit sicher besonders interessant und abwechslungsreich. Wir haben eben nicht nur ein paar Server, die wir administrieren und dann ist gut. Nein, jeder Tag ist anders.
Den normalen Arbeitstag gibt es also nicht?
Den gibt es so nicht, nein. Klar, als erstes prüfe ich die eingegangenen Mails und Anrufe, braucht ein Kollege Unterstützung. Danach habe ich meist eine Reihe von Terminen. Da die IT an so vielen Projekten beteiligt ist, ist der Austausch mit den anderen Bereichen wichtig. Wir sind Teil des kaufmännischen Bereichs, arbeiten aber sehr eng mit den Kollegen aus den Bereichen Natur und Umwelt, Vermietung und Verpachtung und Liegenschaften zusammen. Ich bin viel im Homeoffice und die Termine finden in der Regel hybrid statt. Das ist sehr angenehm.
Was kommt in diesem Jahr noch auf dich und die IT zu?
2024 war das Jahr der Veränderungen. Wir haben u. a. einen großen Umzug abgeschlossen. 2025 wird es aber auch alles andere als ruhig. Wir bauen gerade einen neuen Serverraum auf. Das ist mit viel Planung, Beschaffung, Einrichtung etc. verbunden. Aber auch Projekte wie die E-Rechnung, die Grundsteuer, die digitale Vertragsakte oder ein neuer Bestellworkflow beschäftigen uns. Das heißt: neue Hardware, neue Software, die Schulung der Kolleginnen und Kollegen. Bei einem sehr umfangreichen Projekt arbeiten wir eng mit dem IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) zusammen. Und vieles mehr. Es bleibt also weiter vielfältig und abwechslungsreich.
„Das bedeutet auch Verantwortung.“Jörg Baumanager
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Das ist lange her, das war vor über 25 Jahren. Ich habe in Eberswalde an der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung studiert und bin Diplom-Ingenieur für Landschaftsnutzung und Naturschutz. Ich habe mich schon während meines Studiums mit Bodenkunde auseinandergesetzt und das Wissen im Anschluss im Rahmen einer Weiterbildung im Bereich technischer Boden- und Umweltschutz vertieft. Bei den Stadtgütern habe ich im Bereich Natur und Umwelt angefangen. Damals waren die Sanierung von Rieselfeldflächen und der Umgang mit den belasteten Böden meine Arbeitsschwerpunkte. Ich habe mich zum Beispiel mit der Übererdung und der Aufforstung von Rieselfeldflächen beschäftigt.
Was sind deine heutigen Aufgaben?
Jetzt bin ich im Bereich Vermietung und Verpachtung tätig und bin Teil des Bauteams. Ich bin verantwortlich für unsere insbesondere nördlich von Berlin gelegenen Objekte. Wir möchten die Bausubstanz nicht nur erhalten, sondern die Gebäude auch entwickeln und die Mieter von morgen ansprechen. Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist der Gewerbehof im ehemaligen Gutshof Schönerlinde. Da haben wir zahlreiche historische und teils über 100 Jahre alte Gebäude entwickelt und für Gewerbemieter unterschiedlichster Couleur nutzbar gemacht. Gerade bauen wir die ehemalige Blumenhalle aus, ein schönes Projekt. Der Gewerbehof ist ziemlich einzigartig, weil er so grün ist. Das ist ein Gewerbehof mit grünem Wohlfühlfaktor.
Ich bin noch immer eingebunden in den Umgang mit unseren Rieselfeldböden, kümmere mich zum Beispiel um die Kalkung und Stabilisierung von belasteten, ehemaligen Rieselfeldern und die Bodenverbesserung von Flächen. Das ist mir auch eine Herzensangelegenheit. Der Klimawandel ist da und stellt auch unsere Böden vor Herausforderungen. Sandige, nährstoff- und humusarme Böden, die wenig Wasser halten – mit solchen Flächen so umzugehen, dass deren Funktionsfähigkeit und Fruchtbarkeit nachhaltig erhalten und verbessert wird, auch das ist ein wichtiges Thema, das mich und uns umtreibt. Es liegt mir sehr viel daran, dass wir auch morgen noch über Flächen verfügen, die gut nutzbar sind und verpachtet werden können.
Was ist das Besondere an der Arbeit bei den Stadtgütern?
Ich arbeite hier recht frei und meine Tätigkeiten sind sehr vielfältig. Monotonie kenne ich nicht. Ich bediene ein sehr vielfältiges Spektrum. Ich spreche mit unterschiedlichsten Dienstleistern, Handwerksfirmen, Planern und Verantwortungsträgern, aber auch mit Landwirten und Gewerbemietern. Es ist mir wichtig, allen gegenüber ein verantwortungsvoller Partner zu sein. Das ist abwechslungsreich und anspruchsvoll zugleich.
Du hast gerade dein 25. Dienstjubiläum bei den Stadtgütern gefeiert. Werden es weitere 25 Jahre?
Gerne. Man ist schon etwas stolz, die Flächen und Objekte über einen so langen Zeitraum begleiten und gestalten zu können. Schlussendlich fühlt man sich dabei als Teil einer Mannschaft auf dem Dampfer „Berliner Stadtgüter“. Wir erhalten, verwalten und entwickeln die Flächen für das Land Berlin und letztlich für zukünftige Generationen. Das bedeutet für mich Verantwortung und auch eine sehr sinnvolle, erfüllte Tätigkeit.
„Innovative Projekte werden geschätzt.“Beate Landschaftsplanerin
Beate arbeitet seit 2007 bei den Berliner Stadtgütern.
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Ich habe in Sachsen-Anhalt Landespflege studiert. Bei den Stadtgütern habe ich zunächst als Praktikantin, dann als Elternzeitvertretung im Bereich Natur und Umwelt angefangen. Anschließend habe ich eine Zeitlang im Vertragsbereich gearbeitet und im Baumanagement, Bereich Vermietung und Verpachtung. Danach wechselte ich wieder in den Bereich Natur und Umwelt.
Was sind deine Aufgaben?
Ich bin als Landschaftsplanerin angestellt und betreue die Stadtgüterflächen nördlich und östlich von Berlin. Ich entwickle größere Flächenpools, plane aber auch kleinere Kompensationsmaßnahmen. Mein zweites Aufgabengebiet ist die Grüne Verkehrssicherung. Die Baumkontrollen mache ich im Tandem mit einem Kollegen. Mein dritter Aufgabenbereich ist der Artenschutz. Ich begleite die Sanierung von Gebäuden und die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zum Artenschutz.
Mit dem sogenannten „Grünen Fußabdruck“ habe ich ein eigenes Projekt entwickelt, mit dem wir Baumaßnahmen und den Schutz von Flora und Fauna verbinden. Hier arbeite ich eng mit den Kollegen vom Baumanagement zusammen. In unserem Eigentum sind ja eine ganze Reihe von historischen Gutshöfen und Gebäuden. Bei der Sanierung haben wir viele Ideen entwickelt, wie die gewerbliche Nutzung mit Umwelt und Natur kombiniert werden kann. Wir möchten mehr machen, als „nur“ zu vermieten und zu verpachten und behalten auch die grüne Entwicklung dieser Gebäude und Orte im Blick.
Wie ist die Idee zum „Grünen Fußabdruck“ entstanden?
Auf einem unserer historischen Gutshöfe hatten wir einen Feuerlöschteich, der auch erhalten werden musste. Mir war wichtig, den Teich als Naturort weiterzuentwickeln, das Vorhandene für heimische Pflanzen und Tiere zu optimieren. Daraus ist schließlich ein umfangreiches Konzept entstanden, das auch Beleuchtung, Regenwassermanagement, Anpflanzungen, Fassadengrün und Pflegemaßnahmen einbindet. Ich finde, dass grüne Gewerbehöfe der Standard werden sollten. Ich arbeite auch hier mit meinen Kollegen aus dem Baumanagement zusammen, damit alle Belange berücksichtigt werden.
Wie sieht eine Arbeitswoche bei dir aus?
Immer anders, was die Themen und Arbeitsorte angeht. Ich arbeite im Homeoffice, im Außeneinsatz und pendle regelmäßig in die Geschäftsstelle nach Berlin-Friedrichshain. Immer mit dabei übrigens die Stadtgüter-Mitarbeiterin Ulme, ein Deutscher Wachtelhund.
Was schätzt du an deiner Arbeit bei den Stadtgütern?
Ich schätze die Freiheiten, die Möglichkeiten, auch kreativ zu sein. Gute Ideen, die zu uns und unseren Themen passen, werden aufgegriffen und weiter verfolgt. Innovative Projekte werden geschätzt und bei der Umsetzung arbeiten unterschiedliche Bereiche eng und engagiert zusammen. Das finde ich super.
„Das alles ist sehr vielseitig und macht mir großen Spaß.“Rainer Vertragsmanager Vermietung, Verpachtung, erneuerbare Energien
Kannst du kurz erzählen, wie du zu den Berliner Stadtgütern gekommen bist?
Ich wollte mich beruflich verändern. Die Stadtgüter hatten eine Stelle ausgeschrieben. Berlin ist meine Heimatstadt und ich fand es spannend, für ein Unternehmen des Landes Berlin zu arbeiten.
Kannst du etwas zu deinem beruflichen Hintergrund sagen?
Ich habe schon viel gelernt und gemacht. Ich bin ausgebildeter Mechaniker, gelernter Kaufmann im Einzelhandel und Handelsfachwirt (IHK). Ich war selbständiger Unternehmer und bin schließlich in die Immobilienbranche gewechselt. Ich habe einige Jahre bei einem Makler und als Vermieter gearbeitet und nebenbei den Immobilienfachwirt (IHK) gemacht. Diese Vielfalt von Wissen und Erfahrung kommt mir heute sehr zugute.
Was sind deine Aufgaben?
Ich arbeite im Vertragsmanagement, im Bereich Vermietung und Verpachtung. Wir suchen neue Pächter oder Mieter, machen Besichtigungen, schließen Verträge ab und kümmern uns um die Verwaltung. Was mich an dieser Arbeit so reizt, ist die Vielfalt der Prozesse und der Abläufe. Ich bin draußen unterwegs, treffe Menschen, dann bin ich wieder allein am Rechner und vergrabe mich in Verträgen oder Exceldateien. Ich mag es, dass ich flexibel im Homeoffice arbeiten kann, aber auch, dass ich im Büro Kontakt zu meinen Kollegen habe. Diese Mischung aus Themen und Arbeitsweisen ist genau, was ich will.
Du bist auch für Verträge im Bereich der erneuerbaren Energien zuständig. Herausfordernd?
Ich bin zusammen mit einem kleinen Team für die Bereiche Windenenergie, Agri- und Freiflächen-PV zuständig. Auch wir müssen als Unternehmen an der Energiewende arbeiten und uns fragen, was wir tun können. Wir ermöglichen z. B. Windenergie- und Freiflächen-PV-Anlagen auf unseren Flächen. Die Verträge, die wir betreuen, sind umfangreich. Es müssen Aspekte berücksichtigt werden, die in anderen Miet- und Pachtverträgen keine Rolle spielen, wie zum Beispiel Eintragungen von Dienstbarkeiten oder die Beachtung von Bebauungsplänen. Es ist ein wahnsinnig breit gefächertes Gebiet, das den Horizont erweitert und sehr spannend ist.
2026 wird die erste Agri-PV-Anlage der Berliner Stadtgüter in Betrieb genommen. Ein Leuchtturmprojekt auf 70 Hektar Fläche. Du hast die Verträge mit dem Projektentwickler abgeschlossen. Wie war das?
Agri-PV ist in Deutschland noch recht neu. Es verbindet die Landwirtschaft mit der Energieerzeugung. Das ermöglicht die doppelte Nutzung einer Fläche beziehungsweise Immobilie und stellt somit eine Win-Win-Situation dar. Beim Vertragsabschluss bestand die große Herausforderung darin, beide Seiten gleichermaßen zu berücksichtigen. Beim Landpachtvertrag muss man darauf achten, wie der Landwirt die Fläche nutzt und ob dadurch Gefahren für die PV-Anlage entstehen. Der Photovoltaikanlagenbetreiber muss wiederrum Rücksicht auf den zwischen den Modulen wirtschaftenden Landpächter nehmen. Das war eine große Herausforderung für uns im Vertragswesen, spannendes Neuland.
Was schätzt du an deiner Arbeit bei den Stadtgütern?
Ich bin auch für die Ausbildung zuständig und arbeite viel mit unseren Azubis zusammen. Manchmal sprechen wir darüber, wie der perfekte Job aussieht und ich finde, das ist eigentlich meiner. Ich kann sehr selbstbestimmt arbeiten, bekomme aber auch Unterstützung. Wenn ich mal nicht weiterweiß, gibt es immer ein offenes Ohr, eine offene Tür. Ich arbeite am Rechner, habe mit Menschen und der Natur zu tun. Die Arbeit mit den Azubis ermöglicht es mir, anderen Menschen etwas zu erklären und eigenes Wissen weiterzugeben. Das alles ist sehr vielseitig und macht mir großen Spaß. Und dann fährt man an einem Sommertag von Friedrichshain raus zu unserem Gutshof nach Schönerlinde, sieht die Felder, einen Storch. Das ist doch ein Traum.
„ … hier komme ich endlich in die Praxis.“Dylan Werkstudent
Du arbeitest seit einigen Monaten bei den Berliner Stadtgütern. Wie sah dein Weg zu uns aus?
Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Ich suchte nach einem Job, um erste Praxiserfahrungen sammeln zu können. Die Stadtgüter passten. Mir gefielen gleich mehrere Sachen: die Branche, die Verbindung von Immobilienwirtschaft mit Landwirtschaft, Natur- und Umweltthemen und die Größe des Unternehmens. Das hier ist mein erster Job. Ich wollte einen etwas familiäreren Einstieg in die Berufswelt und nicht in einem Großunternehmen anfangen.
In welchem Bereich arbeitest du und was hast du bisher gemacht?
Eingesetzt bin ich im Kaufmännischen Bereich, der passt am besten zu meinem Studium. Ich habe zum Beispiel mit einem IT-Kollegen an einem Konzept für die Kennwortverwaltung gearbeitet. Jetzt arbeite ich viel zum Thema Grundsteuer. Wir prüfen die eingehenden Bescheide. Ich gleiche die Bewertungen durch das Finanzamt zum Beispiel mit unseren Daten und dem Geoinformationssystem (GIS) ab. Die Arbeit mit dem GIS war echtes Neuland für mich.
Was hat dich sonst noch überrascht?
Ich habe unterschätzt, wie komplex auch ein kleineres Unternehmen ist. Die Digitalisierung von Akten ist ja ein großes Thema, natürlich auch hier. Neulich habe ich einen Teil des Aktenarchivs gesehen, das hat mich beeindruckt. Überrascht hat mich auch die schnelle Lernkurve. Am Anfang eines Projektes brauche ich immer ewig, irgendwann hat man die Abläufe verstanden und wird sehr viel schneller. Dadurch findet man jeden Tag neue Stärken und Interessen, die man vorher nicht kannte. Das Studium ist viel Theorie, hier komme ich endlich in die Praxis.
Hilft dir der Job beim Studium?
Ja, schon. Im Fach Controlling haben mir meine Erfahrungen zum Beispiel bereits geholfen. Und das Menschliche hilft mir, der Austausch mit den Kollegen. Ich schätze das Arbeitsklima sehr und kann mir gut vorstellen, später auch in so einem Umfeld zu arbeiten.
Studierende und Praktikant:innen sammeln bei uns wertvolle Praxiserfahrungen. Junge Menschen, die sich im Bereich Natur und Umwelt engagieren möchten, können bei uns ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen. Weitere Infos zum FÖJ finden Sie hier.
Wir freuen uns über Initiativbewerbungen, sowohl für Festanstellungen als auch für Praktika oder Werkstudierenden-Jobs.
Auf dem Berliner Karriereportal finden Sie weitere Stellenangebote vom Land Berlin.
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