Agri-Photovoltaik. Ein Acker, zwei Ernten.

Leuchtturmprojekt in Selchow verbindet nachhaltige Energieerzeugung mit Ackerbau und Biodiversität.

Seit über 25 Jahren engagiert sich die Berliner Stadtgüter GmbH für erneuerbare Energien. 2026 wird das erste Agri-Photovoltaik-Projekt der Stadtgüter in Betrieb genommen – eine der größten Agri-PV-Anlagen mit Ackerbau in Deutschland. So verbinden wir Energiewende, regionale Biolandwirtschaft und Biodiversität.

Agri-Photovoltaik nutzt Flächen doppelt: für Landwirtschaft und Stromerzeugung mit freistehenden Solaranlagen. Auf den rund 70 Hektar der Berliner Stadtgüter GmbH in Selchow (Gemeinde Schönefeld/Landkreis Dahme-Spreewald) kommt eine dritte Nutzung hinzu: Die Förderung der Biodiversität. Dafür wird ein Netz aus arten- und blütenreichen Vegetationsstreifen angelegt, das etwa fünf Hektar Fläche umfasst.

Die PV-Anlage unserer Kooperationspartnerin, der Elysium Solar GmbH, wird ungefähr 16.500 Haushalte mit Grünstrom versorgen und jährlich etwa 21.500 Tonnen CO₂ einsparen. Breite Reihenabstände von rund elf Metern und der Sonne nachgeführte Solarmodule lassen viel Platz für Ackerbau. Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung übernimmt der Brandenburger Biolandwirt Sven Geelhaar mit seinem Familienbetrieb.

Katrin Stary, Geschäftsführerin:
„Die Berliner Stadtgüter sind historische Brückenbauer, insbesondere zwischen Berlin und Brandenburg. Wir freuen uns sehr, dass eines der größten Brandenburger Agri-PV-Projekte auf einer Fläche der Berliner Stadtgüter umgesetzt wird. Das Vorhaben bringt Brandenburger und Berliner Partner:innen zusammen. Es verbindet aber auch ökologische Landwirtschaft mit grüner Energie, Forschung und Biodiversität. Damit bringen wir gleich mehrere unserer Anliegen und Ziele auf einer Fläche zusammen.“

Rainer Sell, Mitarbeiter aus dem Bereich Vermietung und Verpachtung, stellt die Besonderheiten der Anlage vor.